Politische Bildung und Demokratieerziehung

Angebote für zukunftsfähiges Handeln und Denken.

Umgang mit Extremismus - Fortbildungsreihe ab 23.4.26

Umgang mit Extremismus  - Fortbildungsreihe ab 23.4.26

erstellt mit NanoBanana KonzeptArt

Fortbildungen für die Schulbeschäftigten an den katholischen Schulen und für die Religionslehrkräfte in den (Erz-)Diözesen Hamburg, Berlin, Dresden-Meißen, Görlitz, Magdeburg und Erfurt


Liebe Schulbeschäftigte an den katholischen Schulen, liebe Religionslehrkräfte,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

Extremismus von der rechten wie von der linken Seite ist ein Phänomen, mit dem sich Gesellschaft und Politik in vielfacher Weise auseinandersetzen. Im Rahmen von Demokratieerziehung und politischer Bildung ist diese Auseinandersetzung auch im Raum von Schule präsent. Dabei besteht bei Lehrkräften offenkundig ein Bedarf, sich zu informieren und mit anderen ins Gespräch zu kommen, sich mit Haltungen und pädagogischen Umgangsweisen auseinanderzusetzen. Die katholische Kirche in Deutschland hat in mehreren Verlautbarungen der Bischöfe und an anderen Orten klare Positionen bezogen.
Diese Positionierungen lassen auch die Bildungs- und Erziehungsarbeit aus dem Geist des Evangeliums nicht unberührt. Was bedeutet die Haltung der katholischen Kirche zum Extremismus für die katholischen Schulen und für den Religionsunterricht?

Die Schulabteilungen der (Erz-)Diözesen Hamburg, Berlin, Magdeburg, Dresden-Meißen, Erfurt und Görlitz organisieren im zweiten Schulhalbjahr des Schuljahres 2025/26 eine Fortbildungsreihe zum Thema „Umgang mit Extremismus“. Die Fortbildungen richten sich als freiwillige Angebote an alle Schulbeschäftigten an den katholischen Schulen und an alle Religionslehrkräfte. Die Fortbildungen werden digital durchgeführt. Die Anmeldelinks sind in den nachstehenden Ausschreibungstexten zu finden. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmen Einwahllinks. Teilnahmebescheinigungen werden im Anschluss an die jeweilige Fortbildung ausgestellt. Die Fortbildungsreihe wird in den kommenden Wochen durch weitere Fortbildungen ergänzt werden.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

Antisemitismus nach dem 7. Oktober an Schulen – Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Perspektive der Betroffenen

Donnerstag, 23.04.2026, 16.00 Uhr -17.30 Uhr

Im ersten Teil dieser Fortbildung werden aktuelle empirische Befunde zu Antisemitismus an Schulen seit dem 7. Oktober 2023 vorgestellt, die auf Befragungen jüdischer Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte beruhen. Die Ergebnisse werden systematisch zu den Entwicklungen und Erfahrungen vor dem 7. Oktober in Beziehung gesetzt, sodass Kontinuitäten, Brüche und Eskalationsdynamiken sichtbar werden.
Ein besonderer Fokus liegt auf den konkreten Herausforderungen für Pädagoginnen und Pädagogen im schulischen Alltag: im Unterrichtsgeschehen, in Pausensituationen, in der Elternkommunikation sowie im Umgang mit Konflikten im Kollegium. Die Referentin zeigt, wie sich schulische Alltagsrealitäten verändert haben, welche Formen antisemitischer Artikulation aktuell besonders häufig auftreten und wie Institutionen darauf reagieren. Dabei werden sowohl unterstützende als auch problematische schulische Reaktionsmuster analysiert und im Hinblick auf ihre Bedeutung für den Schutz von (jüdischen) Schülerinnen und Schüler sowie für professionelles pädagogisches Handeln eingeordnet.

Referentin:
Julia Bernstein ist Professorin für Diskriminierung und Inklusion in der Einwanderungsgesellschaft an der Frankfurt University of Applied Sciences.
Sie leitet dort den Forschungsbereich „Gesellschaftliches Erbe des Nationalsozialismus“. Zudem ist sie Vorsitzende des Netzwerks jüdischer Hochschullehrender in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie forscht im Bereich Antisemitismus in den Institutionen und Alltag.
Zu ihren jüngsten Publikationen zählt Zwischen Verstecken und Flagge zeigen. Junges jüdisches Leben in München (2025) (zus. mit Alina Brehm) sowie Zwischen Hammer und Amboss. Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und des Terrorangriffs der Hamas auf Israel auf jüdisches Leben in Deutschland, 2025 (zus. mit Florian Diddens).

Wirksam gegen Antisemitismus handeln – Perspektiven für Schulen im aktuellen gesellschaftlichen Kontext

Donnerstag, 05.05.2026, 16.00 Uhr -17.30 Uhr

Aufbauend auf den Befunden und Beobachtungen aus dem ersten Teil werden im zweiten Teil der Fortbildung zentrale Erscheinungsformen von Antisemitismus in Bildungsinstitutionen aus einer dezidiert schulpraktischen Perspektive beleuchtet. Dabei werden klassisch-religiöse und rassistische Erscheinungsformen von Antisemitismus ebenso behandelt wie strukturelle und institutionelle Entwicklungen sowie aktuelle politische Ausprägungen.
Einen besonderen Schwerpunkt bildet der israelbezogenem Antisemitismus, der sich seit dem 7. Oktober als besonders virulent erweist und im schulischen Kontext häufig in Form von Konflikten, Polarisierungen oder scheinbar politisch motivierten Positionierungen auftritt. Pädagoginnen und Pädagogen sehen sich dabei zunehmend mit Situationen konfrontiert, in denen antisemitische Narrative unter dem Deckmantel legitimer politischer Meinungsäußerung auftreten oder in globale Konfliktdiskurse eingebettet werden.
Dabei stellt die Referentin diese Entwicklungen ausdrücklich in den Kontext aktueller politischer und gesellschaftlicher Veränderungen in der Bundesrepublik Deutschland – einschließlich öffentlicher Debatten, Protestdynamiken sowie bildungs- und kulturpolitischer Auseinandersetzungen. Analysiert wird, wie diese gesamtgesellschaftlichen Prozesse schulische Räume beeinflussen und neue Anforderungen an pädagogisches Handeln erfordern.
Auf dieser Grundlage werden konkrete Ansatzpunkte für Prävention, Intervention und institutionelle Verantwortung in Schulen: für Unterrichtsgestaltung, Konfliktbearbeitung, schulische Schutzkonzepte, Professionalisierung des Kollegiums sowie für die Zusammenarbeit mit Eltern und außerschulischen Partnern aufgezeigt.

Referentin:
Julia Bernstein ist Professorin für Diskriminierung und Inklusion in der Einwanderungsgesellschaft an der Frankfurt University of Applied Sciences.
Sie leitet dort den Forschungsbereich „Gesellschaftliches Erbe des Nationalsozialismus“. Zudem ist sie Vorsitzende des Netzwerks jüdischer Hochschullehrender in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie forscht im Bereich Antisemitismus in den Institutionen und Alltag.
Zu ihren jüngsten Publikationen zählt Zwischen Verstecken und Flagge zeigen. Junges jüdisches Leben in München (2025) (zus. mit Alina Brehm) sowie Zwischen Hammer und Amboss. Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und des Terrorangriffs der Hamas auf Israel auf jüdisches Leben in Deutschland, 2025 (zus. mit Florian Diddens).

Was los im Feed? – Prävention und Haltung gegen rechte Narrative im digitalen Raum

Dienstag, 19.05.2026, 16.00-18.00 Uhr

Digitale Räume sind politische Räume. Menschenverachtende Aussagen, Diskriminierung und extrem rechte Ideologien gehören für viele, die soziale Plattformen aktiv gestalten, zum Alltag. Die Kurzfortbildung unterstützt dabei, sicher, reflektiert und klar zu reagieren. Die Teilnehmenden schärfen ihren Blick für den eigenen Handlungsraum, werden für rechte Dynamiken sensibilisiert, lernen zentrale extrem rechte Gesprächsmuster zu erkennen und entwickeln erste, direkt anwendbare Reaktionsstrategien für die Praxis.
Die Veranstaltung vermittelt kompaktes Wissen zu digitalen Radikalisierungsdynamiken, gibt Einblicke in die Online-Distanzierungsarbeit und bietet einen praxisnahen Einstieg in Interventionsgrundlagen sowie einen Werkzeugkoffer für wirksames Handeln im Netz. Im Anschluss an den Input besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und gemeinsam zu diskutieren.

Referent:
Florian Slodowski ist Medienwissenschaftler und Bildungsakteur mit Schwerpunkt auf digitaler Teilhabe, Medien- und Informationskompetenz sowie Radikalisierungsprävention. Seit 2023 ist Florian Slodowski als pädagogischer Mitarbeiter und in der Koordination bei Distanz e. V. tätig. Dort ist er für die Online-Distanzierungsarbeit verantwortlich und arbeitet an der Planung und Umsetzung von Online-Kampagnen sowie digitalen Kommunikationsstrategien. Seine Arbeit umfasst zudem die Anwendung und Implementierung KI-gestützter Tools in Bildungs- und Präventionskontexten. Seine Forschungserfahrung erstreckt sich auf Themen wie Algorithmuskulturen, Netzkultur, digitale Ethik, digitale Gesellschaft und Gameskulturen.

Wer ist und was will die AfD?

Dienstag, 09.06.2026, 16.00-18.00 Uhr

Wer ist und was will die AfD? Der Politikjournalist und Buchautor Justus Bender berichtet, was er seit 2013 von AfD-Politikern und ihren Anhängern über ihre Motive, ihre Widersprüche und den richtigen Umgang mit ihnen gelernt hat. Ein zweistündiges Gespräch über die strategische Ambiguität der Partei, ihre doppelbödige Freiheitsrhetorik und die Erkenntnis, warum im Irrationalismus der Anhänger eine große Chance liegt.

Referent:
Justus Bender ist stellvertretender Leiter der Politikredaktion der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Er beschäftigt sich seit 2013 im Schwerpunkt mit der AfD und dem Rechtsextremismus in Deutschland und hat mit "Was will die AfD?" und "Der Plan. Strategie und Kalkül des Rechtsterrorismus" zwei Bücher zum Thema geschrieben. Bender wurde 1981 in Bonn geboren und studierte Philosophie und Amerikanistik in Frankfurt am Main.

„Du bist nicht rechtsradikal, nur radikal für Jesus“? Fortbildung über die Überschneidungen von Fundamentalismus und Rechtspopulismus auf Social Media.

Montag, 22.06.2026 16:00-18:00 Uhr

Auf Instagram und TikTok erzielen fundamentalistische und rechtspopulistische Akteur:innen immer größere Reichweiten Themen, wie die Ablehnung von Andersgläubigen, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Antifeminismus, Verschwörungsmythen, Leugnung des menschengemachten Klimawandels u. v. m. Ihre Argumentation stützen sie dabei auf die Bibel, vermeintlich christliche Werte und die Funktionsweisen der Algorithmen.
Wie im Religionsunterricht mit den politischen und religiösen Entwicklungen auf Social Media umgegangen werden kann, ist Kern der Fortbildung. Es werden Kenntnisse über Erscheinungsformen von Fundamentalismus und Rechtspopulismus in den Sozialen Medien vermittelt und Möglichkeiten für die Thematisierung im Religionsunterricht vorgestellt.

Referentin:
Marie Briese M. Ed. ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kollegiatin am Schaufler Lab@TU Dresden und forscht in der ev. Religionspädagogik zu den Kooperationen von christlich-fundamentalistischen und rechtspopulistischen Akteur:innen auf Instagram.

Deutsches Schulportal der Robert Bosch Stiftung

Hinweis auf externes Angebot:


Liebe Kolleg:innen,

in den kommenden Wochen bieten wir Ihnen eine Fülle von kostenlosen Online-Veranstaltungen zu aktuellen Herausforderungen an Schulen.
Wie lassen sich die Werte unserer Demokratie vermitteln und wie können sich junge Menschen aktiv beteiligen?
Wie nutze ich Open Educational Resources (OER) für meine Unterrichtsvorbereitung? Oder wie funktioniert das Diagnose- und Fördertool „CleveR“? Darüber hinaus gibt es spannende neue Einblicke in Konzepte von Preisträgerschulen.
Im April erscheinen auch die Ergebnisse der jüngsten Lehrkräftebefragung im Rahmen des Deutschen Schulbarometers 2024. In einer Online-Veranstaltung werden wir den Bericht näher beleuchten.

Schauen Sie sich auf unserem Campus um und melden Sie sich an!

Ihr Schulportal-Team

  • Deutsches-Schulportal.de
    Hier finden Sie die Ausschreibungen sowie alle Modalitäten zur kostenlosen Teilnahme an den Angeboten der Robert-Bosch-Stiftung.

VERBRAUCHERBILDUNG IM UNTERRICHT

VERBRAUCHERBILDUNG IM UNTERRICHT: LEHRKRÄFTE-FORTBILDUNGEN 2025/26

Alle Online-Termine für das Schuljahr 2025/26

Mit freundlicher Genehmigung und Einladung der Verbraucherzentrale leite ich Ihnen gerne folgende Informationen weiter:

Finanzen planen, Essen wertschätzen, Risiken beim Online-Shopping erkennen: Das sind nur ein paar Beispiele für Themen, denen sich die Verbraucherbildung widmet.
Ziel ist, dass Kinder und Jugendliche ein selbstbestimmtes, verantwortungsvolles Leben führen und bewusste Konsumentscheidungen in ihrem Alltag treffen können.
Der Verbraucherzent-rale Bundesverband (vzbv) bietet Lehrkräften dafür kostenlose 90-minütige Online-Fortbildun-gen an.
Darin erhalten sie theoretisches Hintergrundwissen und praktische Anregungen für den Unterricht.

So können Sie teilnehmen

Die einzelnen Angebote finden Sie hier sowie als PDF zum Download und Weitergabe im Kollegium, als Ausdruck oder Aushang für Ihre Schule!

Angebote:

12.11.2025, 16.00 – 17.30 Uhr Für Primarstufe und SekundarstufeBNE inklusiv gestalten – Nachhaltiger Konsum im Fokus
19.11.2025, 16.00 – 17.30 Uhr Für Sekundarstufe I und IIQuelle - Künstliche Intelligenz? Verlässliche Quellen im digitalen Zeitalter
25.11.2025, 16.00 – 17.30 Uhr Für Sekundarstufe IIManipulative Designs bei Shein, Temu & Co – Risiken beim Online-Shopping erkennen
03.12.2025, 16.00 – 17.30 Uhr Für Sekundarstufe I und IIDie Denkwerkstatt Konsum – Worauf es beim nachhaltigen Handeln ankommt!
11.03.2026, 16.00 – 17.30 Uhr Für alle KlassenstufenPlastiksparen im Alltag leicht gemacht – Die Plastik-sparakademie
21.04.2026, 16.00 – 17.30 Uhr Für alle KlassenstufenVerwenden statt verschwenden – Gemeinsam Lebens-mittel wertschätzen
05.05.2026, 16.00 – 17.30 Uhr Für Sekundarstufe I, II und BeruflFit für die erste eigene Wohnung – Was junge Men-schen wissen müssen
20.05.2026, 16.00 – 17.30 Uhr Für Sekundarstufe I, II und BeruflWie lege ich mein Geld an? Das kleine Einmaleins der Geldanlage

Weitere Informationen und Anmeldung über den QR-Code oder unter

Lehrkräfte Fortbildungen der Verbraucherzentrale

Absender: Verbraucherzentrale Bundesverband e.V., Rudi-Dutschke-Straße 17, 10969 Berlin, Tel. (030) 258 00-0, Fax (030) 258 00-456. Für den Inhalt verantwortlich: Ramona Pop, Vorständin des vzbv